Beschreibung
Die Neusser Bauverein GmbH hat in ihrem Bestand ca. 2.000 wandhängende Gasfeuerstätten beziehungsweise Thermen.
Der Austausch dieser dezentralen Gasfeuerstätten ist ein wesentlicher Baustein zur Reduktion der Erdgasnutzung und zur Dekarbonisierung des Bestandes, da die Wärmeversorgung in vielen Objekten direkt an einzelne gasbasierte Geräte in den Wohnungen gekoppelt ist. Der Maßnahmenansatz verfolgt das Ziel, die bestehenden Thermen schrittweise durch zukunftsfähige Versorgungsvarianten zu ersetzen, die einen höheren Anteil erneuerbarer Energien ermöglichen und zugleich betrieblich sowie sozialverträglich umsetzbar sind.
Die Umstellung erfolgt datenbasiert und priorisiert im Rahmen der Klimastrategie, indem relevante Objektinformationen, technische Randbedingungen und Modernisierungszeitpunkte zusammengeführt werden, um geeignete Austauschpfade festzulegen. Je nach Gebäude und Standort kommen zentrale, teilzentrale oder dezentrale Lösungen mit strombasierter Wärmeerzeugung, zum Beispiel Wärmepumpensysteme, sowie die Einbindung in Wärmenetze in Betracht.
Wo eine Umstellung auf Systeme mit regenerativer Energieversorgung kurzfristig nicht sinnvoll oder nicht umsetzbar ist, kann die Versorgung auch fossil fortgeführt werden, dann jedoch auf Basis der Klimastrategie mit einer klaren Perspektive zur schrittweisen Abkehr vom Erdgas. In solchen Fällen werden alternative Gasoptionen realistisch eingeordnet und prüfbar gemacht, etwa biogene Gase oder perspektivisch auch Wasserstoff, sofern Verfügbarkeit, Infrastruktur, technische Eignung und die erforderliche Nachweisführung tatsächlich gegeben sind, damit auch dezentrale Lösungen in den übergreifenden Dekarbonisierungspfad eingebunden werden können.
